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Kritiken - Deutsch

FAZ, 7.09.1988
ARD, 11.09.1988

DER TAGESSPIEGEL, 18.09.1988

SONNTAGSGRUSS, 7.1989

Gottinger Woche, 10.02.89

LA NUOVA, 11.19.1992
Variety, 21.12.1992

Pogrom Nr169, 02-03 1993

Film & Fernsehen, 5.93

FILM UND FERNSEHEN, 5.93

Filmwarts, 9.1993

Film-Dienst, 10.1993

BZ, 04.11.1993

BZ/66, 04.11.1993

Journal Frankfurt 5-18.11.1993

Berliner Morgenpost, 5.11.1993

Die Tageszeitung, 5.11.1993

FAZ, 12.11.1993

HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, 13.11.1993

Berliner Zeitung, 18.11.1993

REINISCHE POST, 19.11.1993

Der Tagesspiegel, 23.11.1993

Neues Deutschland, 25.11.1993

EPD Film, 1.1994

ADK, 3.1994

Sueddeutsche Zeitung, 17.03.1994

AZ feuilleton, 17.03.1994

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ARD (first programm of West-German TV). 11.09.1988


"ARMENISCHE PASSION" von Wolf Donner


Er war Mönch und Sänger, Dichter, Komponist und Musikwissenschaftler; Komitas - eine zentrale Figur der armenischen Kultur. Als er 1915 Zeuge des Holocausts an seinem Volk durch die Türken wurde, zog er sich zurück, hörte auf, zu schrei­ben und zu arbeiten, dämmerte 20 Jahre lang in Nervenheilanstalten vor sich hin.

"Komitas" - heißt der Film des Armeniers Don Askarjan. Eine intuitive, keine

historische Biographien, eine Fantasmagorie über diesen Mann, seine innere Emigration, seine trauma­tische Erinnerungen. Der Regisseur Askarjan lebt heute in Berlin. Drei Jahre hat er an dem Film gearbeitet. D. Askarjan: "Komitas bedeutet für jeden Armeni­er das Ganze: es ist die Geschichte Armeniens, es ist Schmerz Armeniens und Ge­nialität Armeniens, und das ist die Grausamkeit der armenischen Geschichte. In diesem Menschen verkörperten sich alle diese Bestandteile der armenischen Zivili­sation. Deswegen ist durch "Komitas" die armenische Problematik bestimmt ange­sprochen".

Visionen vom Völkermord an den Armenier durchziehen den Film, symbolisch verschlüßelt und immer nur behutsam angedeutet. Die Kamera versänkt sich in Landschaften, Mauern, Steine, Wasser, in sorgsam komponierte Arrangements...

... Lange Einstellungen, eine meditative Intensität, Stillleben des Verfalls und der Resignation. Der Film ist voll feierlicher Ruhe und Melancholie. "Nicht ich bin der Autor dieses Films" sagt Don Askarjan "seine Autoren sind 2 Millionen ermordeter Armenier". Ihnen hat er den Film gewidmet. Christliche Ikonographie, armenische Mythologie und biographische Details der Titelfigur verbindet Askarjan zu spröden, eindringlichen Bildern. Er beklagt nicht nur die Ausrottung Armenier, sondern huldigt der Schönheit ihrer Heimat, dem Reichtum ihrer Traditionen. Doch beherrschend bleibt der Gestus der Trauer über den Untergang eines Volkes und einer Kultur, über den verstummten Sänger Komitas.